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EXIT-Festival

EXIT-Festival

Das EXIT-Festival begann im Jahr 2000 als studentische Bewegung in Novi Sad und fand ab 2001 auf der Festung Petrovaradin statt. Die letzte Ausgabe dort war im Juli 2025. Für 2026 kündigte der Veranstalter eine Welttournee an; eine Rückkehr auf die Festung 2027 ist nach unserem Stand nicht bestätigt, Termine also vorab prüfen.

Kaum ein Name hat Serbien im Ausland so stark mit Musik verbunden wie EXIT. Jahrelang zog das Festival im Hochsommer Zehntausende Besucher aus ganz Europa auf die Festung Petrovaradin, schaffte es immer wieder in die Listen der besten Festivals des Kontinents und machte Novi Sad für junge Reisende zu einem festen Begriff. Gleichzeitig ist die Geschichte des Festivals kein reines Musikkapitel, sondern ein Stück jüngerer Landesgeschichte.

Diese Seite erzählt, wie EXIT entstand, wie ein Festivalbesuch auf der Festung ablief, und was du heute wissen musst, wenn du dich für Termine, Anreise und Unterkunft interessierst. Weil sich Format und Ort zuletzt verändert haben, trennen wir klar zwischen belegten Fakten und dem, was du selbst beim Veranstalter nachprüfen solltest. Die Festung selbst beschreibt unsere Seite zu Petrovaradin ausführlich.

Gegründet2000 in Novi Sad, zunächst als studentische Bewegung für Demokratie
GründerDušan Kovačević, Ivan Milivojev und Bojan Bošković (laut Festival-Website)
Ort bis 2025Festung Petrovaradin, ab 2001 Spielort auf dem Festungsplateau
Letzte Ausgabe in SerbienJuli 2025, 25-jähriges Jubiläum
Stand 2026/20272026 Tourformat in anderen Ländern; 2027 in Novi Sad nicht bestätigt
DauerFrüher meist vier Nächte mit Programm bis zum Sonnenaufgang
InformationenAktuelle Termine nur beim Veranstalter, nicht auf Drittseiten

Wie begann EXIT im Jahr 2000?

EXIT begann als Protest, nicht als Konzertreihe. Im Sommer 2000 organisierten Studenten in Novi Sad eine rund hundert Tage dauernde Veranstaltungsreihe mit Konzerten, Diskussionen und Kunst, die sich gegen die damalige Politik im Land richtete und für Offenheit und Demokratie warb. Auf der Festungsseite des Festivals heißt es, die Nullausgabe sei als studentische Bewegung im Kampf für Freiheit entstanden, die Bühnen standen im Universitätspark und zwischen der Philosophischen Fakultät und dem Donauufer. Als Gründer nennt der Veranstalter Dušan Kovačević, Ivan Milivojev und Bojan Bošković. Den Namen „Exit“ verstand man als Ausweg aus einer Zeit der Isolation. Wenige Wochen nach dem Ende der Reihe veränderten sich die politischen Verhältnisse im Land, und das Festival nahm diese Erzählung als Gründungsmythos mit in die folgenden Jahrzehnte. Wir geben das hier sachlich wieder und bewerten nicht; mehr zum Hintergrund findest du unter Modernes Serbien.

Warum wurde die Festung zur Bühne?

Ab 2001 zog EXIT auf die Festung Petrovaradin um, und dieser Ort prägte das Festival bis zuletzt. Die weiten Plätze, die Wälle und die Kulisse über der Donau boten Platz für mehrere Bühnen, von der großen Hauptbühne bis zu kleineren Zelten für elektronische Musik, Rock, Hip-Hop und Weltmusik. Besonders berühmt wurde die Nacht, die in den Morgen übergeht: Während auf den Wällen die Sonne über dem Fluss aufgeht, laufen die letzten Sets. Das Festival wuchs, wurde mehrfach bei europäischen Festivalpreisen nominiert und lockte Besucher aus Dutzenden Ländern an. Im Jahr 2021, bei der Jubiläumsausgabe zum 20-jährigen Bestehen, war es nach Veranstalterangaben eines der ersten großen Festivals Europas nach den Beschränkungen der Pandemie. Für die Stadt war das Festival ein wirtschaftlicher Faktor: Unterkünfte, Gastronomie, Taxis und Kioske richteten sich nach ihm aus.

Wie ist der Stand für 2026 und 2027?

Nach heutigem Stand findet EXIT auf der Festung nicht mehr in gewohnter Form statt. Die Ausgabe im Juli 2025 war der 25. Geburtstag und zugleich die bislang letzte in Novi Sad. Der Veranstalter gab anschließend bekannt, dass er das Festival ab 2026 als Tournee an wechselnden Orten durchführen werde, und nannte dafür Gründe, die wir hier nicht bewerten. Für 2026 wurden unter anderem Stationen in Kroatien, Montenegro und Ägypten sowie das Belgrader No Sleep Festival im November genannt. Zu 2027 haben wir keine bestätigten Termine für die Festung gefunden; Aussagen, ein Termin sei sicher, stammen nicht vom Veranstalter. Wenn du für 2027 planst, verlass dich deshalb nur auf offizielle Ankündigungen, buche Unterkünfte mit kostenloser Stornierung und kaufe Tickets nur über die Festival-Website oder autorisierte Verkaufsstellen. Preise nennen wir bewusst nicht, sie schwanken je nach Verkaufsphase.

Für alle, die Karten für künftige Ausgaben kaufen möchten, gilt eine einfache Regel: Informationen und Verkauf laufen ausschließlich über den Veranstalter. Rund um große Festivals tauchen regelmäßig gefälschte Angebote und überteuerte Weiterverkäufe auf. Wer Zimmer über Plattformen bucht, achtet auf Stornobedingungen, und wer Camping plant, fragt nach Anreiseregeln für Zelte und Gepäck. Auch die Gründungsgeschichte erklärt, warum viele Einheimische an dem Festival hängen: Es war über Jahre ein Ort, an dem sich junge Menschen aus der Region mit Gästen aus aller Welt trafen.

Wie reist du an und wo übernachtest du?

Novi Sad liegt rund 80 Kilometer nordwestlich von Belgrad und ist gut erreichbar. Vom Flughafen Nikola Tesla in Belgrad fährst du mit Bus oder Zug in etwa einer Stunde, die Schnellzüge zwischen den Städten brauchen nur rund 40 Minuten. Mehr zur Anreise über Land und Luft findest du in unserem Beitrag Anreise nach Serbien. Vom Bahnhof und Busbahnhof gelangst du mit Taxi, Stadtbus oder zu Fuß in die Altstadt und weiter über die Brücke zur Festung. Zu Festivalzeiten waren Hotels, Hostels und Privatunterkünfte in Novi Sad früh ausgebucht; der Veranstalter meldete mehrfach, dass ein Großteil der Betten Monate vorher vergeben war. Wer später suchte, wich auf Privatzimmer, Orte in der Fruška Gora oder Quartiere in Belgrad aus. Plane für Heimwege nach Konzertende Zeit ein, denn Taxis und Busse sind dann knapp. Hilfreich ist ein Blick in unsere Unterkunftstipps.

Wie lief Camping und Alltag auf dem Festival?

Zum Festival gehörte traditionell ein eigener Campingbereich, der als EXIT-Camp organisiert wurde. Wer dort übernachtete, schlief in Zelten oder in vom Veranstalter bereitgestellten Unterkünften, teilte sich sanitäre Anlagen und fand Verpflegungsstände, Duschen und Gepäckaufbewahrung in der Nähe. Der Weg zur Festung war eine Frage von Stadtbus, Shuttle oder Fußweg. Praktisch wichtig waren Ohrenstöpsel, Sonnenschutz, ein wiederbefüllbarer Becher und eine Powerbank, denn Wartezeiten für Strom und Wasser ließen sich an heißen Tagen kaum vermeiden. Auf dem Gelände galten Taschenregeln, die vor jedem Jahr neu veröffentlicht wurden, und Glasflaschen sowie größere Getränkemengen waren in der Regel verboten. Bezahlt wurde mit Karte oder Bargeld in Dinar (RSD); Geldautomaten in der Nähe der Festung waren zu Stoßzeiten leer. Heute gilt: Camping und Ablauf stehen und fallen mit dem Format, das der Veranstalter jeweils beschließt.

Ein letzter Hinweis zur Einordnung: Aussagen über die Zukunft eines Festivals ändern sich schnell, und Presseberichte widersprechen sich teils. Notiere dir daher das Datum, an dem du eine Information gelesen hast, und gleiche sie kurz vor der Buchung noch einmal mit der Veranstalterseite ab.

Was kannst du in Novi Sad sonst im Sommer erleben?

Auch ohne EXIT hat Novi Sad einen vollen Sommerkalender. Am Donauufer liegt der Stadtstrand Štrand, auf der Festung gibt es Konzerte und Ausstellungen, und im Herbst folgt ein Reigen weiterer Festivals. Einen Überblick über Musik, Film und Folklore im ganzen Land bietet unser Beitrag zu den Festivals und Events in Serbien. Wer Natur sucht, fährt in die Fruška Gora und besucht Klöster und Weingüter, die wir auf der Seite Klöster der Fruška Gora beschreiben. Eine ruhige Alternative zum Festivaltrubel ist der Bummel durch die Altstadt mit ihren Cafés, Galerien und dem weiten Freiheitsplatz. So lässt sich die Stadt auch im Jahr ohne Festivalwochen als vollständiges Reiseziel genießen, mit Kultur, Essen und Abenden am Fluss. Viele Besucher berichten, dass die Wärme der Abende und die Gastfreundschaft der Menschen den eigentlichen Zauber der Stadt ausmachen.

Findet EXIT 2027 auf der Festung Petrovaradin statt?

Dazu liegt uns keine bestätigte Ankündigung des Veranstalters vor. Die letzte Ausgabe auf der Festung war im Juli 2025, für 2026 wurde ein Tourformat an anderen Orten angekündigt. Prüfe Termine und Orte ausschließlich auf der offiziellen Festival-Website.

Wann und wie wurde EXIT gegründet?

EXIT entstand im Jahr 2000 in Novi Sad als studentische Bewegung mit einer rund hundert Tage dauernden Veranstaltungsreihe. Ab 2001 fand das Festival auf der Festung Petrovaradin statt. Als Gründer nennt der Veranstalter Dušan Kovačević, Ivan Milivojev und Bojan Bošković.

Wie komme ich von Belgrad nach Novi Sad?

Zwischen Belgrad und Novi Sad verkehren Schnellzüge, die rund 40 Minuten brauchen, sowie regelmäßige Busse mit etwa einer Stunde Fahrzeit. Vom Bahnhof gelangst du mit Taxi oder Stadtbus ins Zentrum und zu Fuß über die Brücke zur Festung.

Kann ich in Novi Sad auch ohne Festival einen Sommerurlaub verbringen?

Ja. Die Stadt hat Strand, Festung, Altstadt, Cafés und Ausflugsziele in der Fruška Gora. Konzerte und Open-Air-Veranstaltungen gibt es über den Sommer verteilt, so dass du auch ohne Großfestival ein dichtes Programm findest.

Plane deinen Sommer in Novi Sad

Ob Festivalsaison oder ruhiger Städtetrip: Mit unseren Tipps zu Anreise, Unterkunft und Ausflügen holst du das Beste aus der Stadt an der Donau heraus und verbindest sie mit Klöstern, Wein und Natur der Fruška Gora.

Zum Novi-Sad-Reiseführer

Weitere Ausflüge ab Novi Sad zeigt die Übersicht zu den Städten Serbiens.