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Lazarev-Schlucht und Zlot-Höhlen

Lazarev-Schlucht und Zlot-Höhlen

Die Lazarev-Schlucht liegt am Rand des Kučaj-Gebirges in Ostserbien, 21 Kilometer von Bor entfernt. Sie ist rund 9 Kilometer lang, bis zu 500 Meter tief und an der engsten Stelle nur 3 bis 4 Meter breit. An ihrem Ende öffnen sich die Zlot-Höhlen: die Lazareva pećina mit 900 Metern Besucherweg und die Vernjikica mit der 58,7 Meter hohen Halle Kolosej.

Ostserbien hat keine Gletscher und keine Hochgebirgsgipfel, dafür etwas anderes: Kalkstein in einer Mächtigkeit, wie sie sonst auf dem Balkan selten ist. Im Kučaj-Gebirge hat sich ein Fluss durch diesen Stein gearbeitet und eine Schlucht hinterlassen, die als Naturdenkmal der ersten Schutzkategorie unter Schutz steht. An ihrem Ende liegt die Lazareva pećina, eine der längsten erforschten Höhlen des Landes, und ein Stück flussaufwärts auf der linken Talseite die Vernjikica mit einer Halle.

Diese Seite führt dich durch alles, was du für den Besuch brauchst: wie die Schlucht entstand und wie groß sie ist, was die beiden Höhlen unterscheidet, wie der Besuch der Vernjikica abläuft, welche Spuren Menschen hier seit der Kupferzeit hinterlassen haben und wie du die Gegend um Zlot mit Bor und dem Borsko jezero verbindest.

LageKučaj-Gebirge, Gemeinde Bor, Dorf Zlot
Entfernung21 km von Bor, 14 km von Brestovačka Banja, etwa 230 km von Belgrad
SchutzstatusNaturdenkmal der ersten Kategorie, 1.755,50 Hektar
Schluchtrund 9 km lang, bis 500 m tief, 3 bis 4 m breit an der engsten Stelle
HöhenHauptstollen der Lazareva pećina auf 291 m, Schluchtgebiet von 275 bis 1.158 m
Höhlenmehr als 70 Höhlen und Schächte, zwei davon für Besucher geöffnet
Saison1. Mai bis 30. September, täglich 9 bis 16 Uhr
VerwaltungSrbijašume, Forstverwaltung Bor

Wo liegt die Lazarev-Schlucht, und wie kommst du hin?

Die Schlucht liegt in Ostserbien am Rand des Kučaj-Gebirges und gehört zur Gemeinde Bor; das Schutzgebiet reicht außerdem in die Gemeinde Boljevac hinein und umfasst die Katastralgemeinden Zlot, Zlot V und Podgorac I. Von Belgrad sind es etwa 230 Kilometer, von der Stadt Bor 21 Kilometer, von Brestovačka Banja 14 Kilometer und vom Dorf Zlot 3,5 Kilometer. Die Höhlen erreichst du am Ende der Schlucht, wo sich die Talsohle zu einem Plateau weitet.

Die Tourismusorganisation Bor nennt für die Lazareva pećina mehrere Anfahrten. Von Belgrad über Paraćin und Zlot sind es 235 Kilometer, von Belgrad über Žagubica, den See Borsko jezero und Zlot nur 215 Kilometer. Von Niš führt der Weg über Paraćin und Zlot 186 Kilometer weit; wer über Knjaževac und Zaječar fährt, kommt auf 130 Kilometer. Von Donji Milanovac am Eisernen Tor über Bor und Zlot sind es 110 Kilometer. Damit lässt sich die Schlucht gut an eine Route durch Ostserbien hängen, etwa zwischen dem Nationalpark Đerdap und der Resava-Region. Eine Übersicht über Anreisewege findest du unter Anreise nach Serbien.

Wie groß ist die Schlucht, und wie ist sie entstanden?

Die Lazarev-Schlucht ist die längste und tiefste Schlucht Ostserbiens. Sie misst rund 9 Kilometer in der Länge und bis zu 500 Meter in der Tiefe, an der engsten Stelle ist sie nur 3 bis 4 Meter breit. Der Fluss Lazareva reka hat sich in den dicken Kalkstein unter dem Berg Malinik eingeschnitten; an manchen Stellen fließt er zwischen verkeilten Felsblöcken, die natürliche Brücken bilden. Steile, wilde Felswände, Geröllhalden, Klüfte und Höhlen prägen das Bild.

Die Lazareva reka entsteht aus dem Zusammenfluss von Vej, Demižlok und Mikulj. Kleinere Schluchten münden in die Hauptschlucht, darunter die Schluchten von Mikuljska reka und Pojenska reka sowie der Demižlok-Canyon. Die Mikulj-Schlucht ist ein wenig flacher als die Lazarev-Schlucht, ist aber wegen ihrer Naturraritäten noch eindrucksvoller; in ihr steht ein einzelner Felspfeiler namens Kula, der Turm, der sich 150 Meter erhebt. Das gesamte Gebiet liegt zwischen 275 und 1.158 Metern über dem Meer.

Hydrologisch gehört die Schlucht zum Einzugsgebiet der Zlotska reka, eines Zuflusses des Crni Timok. Dieses Flusssystem ist etwa 32 Kilometer lang, und das Wasser zirkuliert in großen Teilen unterirdisch durch den Karst. Bekannte Quellen sind Zlotsko vrelo, Mikulj und Fontana Šojnji. Gerade diese Verbindung aus Oberflächenfluss und Höhlenwasser erklärt, warum hier mehr als 70 Höhlen und Schächte nebeneinander liegen: 24 im Demižlok-Canyon, 19 entlang der Vejska reka und 19 entlang der Lazareva reka.

Was bedeutet der Schutzstatus für deinen Besuch?

Die Schlucht ist ein Naturdenkmal der ersten Kategorie auf einer Fläche von 1.755,50 Hektar, davon 1.018,50 Hektar Wald; der Rest sind kahle Felshänge, Felsgelände, Wiesen und Weiden. Es gilt der Schutzregime zweiten Grades. Dieser sieht Schutz und Beobachtung seltener Arten, nachhaltige Waldwirtschaft, Forschung, Bildung und kontrollierten Tourismus vor. Verwaltet wird das Gebiet vom Staatsbetrieb Srbijašume über die Forstverwaltung Bor. Die Ordnung des Gebiets ist im Amtsblatt der Republik Serbien Nr. 1/2014 festgelegt.

Für Besucher heißt das: In die Schlucht gehst du nur mit Genehmigung des Verwalters oder in Begleitung der Wache, die Berechtigungen und Taschen kontrollieren darf. Jagd ist verboten, mit der Ausnahme der Bestandspflege beim Wildziegenbestand. Angeln ist im Fischereirevier Lazarev kanjon mit Jahres- und Zusatzkarte erlaubt, die Saison wird jährlich festgelegt. Geschützte Pflanzen und Tiere dürfen weder gepflückt noch gestört werden, Müll gehört in die vorgesehenen Behälter, und Film- oder Fotoaufnahmen sind mit Zustimmung des Verwalters möglich. Wer mehr als 15 Tage bleibt, fällt nicht mehr unter die Besucherregel.

Welche Tiere und Pflanzen leben in der Schlucht?

Die Schlucht gehört zu den wichtigsten Zentren der Artenvielfalt auf dem Balkan. Mehr als 720 Pflanzenarten sind erfasst, dazu 26 beschriebene Waldeinheiten und über 20 Wiesengesellschaften. Zu den Reliktgemeinschaften zählen Eichen-Buchen-Mischwälder mit Walnuss, Orient-Hainbuchen-Eichenwälder und Eschen-Eichenwälder. Dazu kommen 52 Reliktarten, darunter die Eibe und die Serbische Felsenblume Ramonda serbica; an den Felsen wächst die Krim-Schwarzkiefer neben Buchen- und Tannenwäldern. Weil schwer zugängliche Teile noch nicht untersucht sind, kann die Artenzahl noch steigen.

Bei den Wirbellosen sind über 50 Arten aus 32 Gattungen nachgewiesen. Darunter ist ein für die Wissenschaft neues, flügelloses Insekt der Gattung Onychiurus, dazu endemische Asseln und Tausendfüßer, Spinnen und Pseudoskorpione. Unter den Reptilien leben Smaragdeidechse, Mauereidechse, Blindschleiche, Balkan-Pfeilnatter, Glattnatter, Kreuzotter und Europäische Sumpfschildkröte, bei den Amphibien Gelbbauchunke, Wechselkröte, Springfrosch und Marmormolch. Zu den Vögeln zählen Steinadler, Habicht und Grauspecht, der Uhu und viele Singvögel.

Bei den Säugetieren sind es neben Wolf, Luchs, Fischotter, Wildkatze, Wildschwein, Reh, Rothirsch und Wildziege vor allem die Fledermäuse, die den Höhlen ihre Bedeutung geben. Mehrere Arten von Hufeisennasen sowie Wasserfledermaus und Langfußfledermaus überwintern oder leben in den Höhlen. Das erklärt auch, warum der Besuch der Vernjikica so streng geregelt ist: Die Höhle ist eine der wichtigsten Winterquartiere der Tiere in Serbien.

Was erwartet dich in der Lazareva pećina?

Die Lazareva pećina, auch Zlotska pećina genannt, liegt am Ende der Schlucht am Ufer der Lazareva reka auf rund 291 Metern Höhe im Kalkmassiv Pripor, das 56 Meter hoch ist. Sie ist eine Quellhöhle: Ein Wasserlauf, der in tiefen Kalkschichten verschwand, trat hier wieder an die Oberfläche. Vor dem Eingang entspringt im Flussbett eine kräftige Karstquelle. Das System hat zwei Ebenen, eine ältere, trockene Fossilebene und eine jüngere, vom Fluss durchflossene Ebene. Die erforschten Gänge sind zusammen über 10.000 Meter lang, die Höhlenforscher gehen davon aus, dass der unterirdische Raum um ein Vielfaches größer ist.

Für Besucher sind 900 Meter Weg hergerichtet. Zu den benannten Hallen gehören Prestona, die Blockhalle Dvorana blokova, die Konzerthalle Koncertna und die Fledermaushalle Dvorana slepih miševa. Unter den Sinterformen sind Stogovi, Fontana, Plast, Bizon, Carska loža, Diriegent und Orkestar. Die Höhle besitzt zwei Hallen mit Tropfsteinen, Säulen, Sintervorhängen sowie Tuff- und Kalzitbecken. Während der osmanischen Herrschaft wurde der Eingang zugemauert, damit sich dort keine Räuber oder Flüchtlinge verstecken konnten.

In der Höhle leben 24 der 27 auf dem Balkan registrierten Fledermausarten; sie sind die zahlreichsten Bewohner. Die Besichtigung ist nur mit einem lizenzierten Führer erlaubt. Kinder unter 4 Jahren dürfen nicht hinein, Kinder von 4 bis 6 Jahren nur in Begleitung der Eltern. Geeignete Kleidung und rutschfestes Schuhwerk sind vorgeschrieben. Gruppen melden sich mindestens 48 Stunden vorher bei der Tourismusorganisation Bor an. Berührst du Sinterformen, verlässt du den markierten Weg oder nimmst Andenken aus der Höhle mit, verstößt du gegen die Besucherordnung.

Wie läuft der Besuch der Vernjikica ab?

Die Vernjikica liegt auf der linken Seite der Schlucht unterhalb des Kornjet. Vom Plateau vor der Lazareva pećina führt ein 1,5 Kilometer langer Betonweg, teilweise mit Geländer, an einer Felswand entlang, die mehr als 100 Meter hoch ist und mehr als 150 Meter über dem Flussbett liegt. Auf dem Weg liegen die Aussicht Sova glava, der Eulenkopf, über dem Schluchteingang, das Felsentor Šiljata kapija und der natürliche Tunnel Lepa Vlajna. In der Höhle selbst führt ein betonierter Besucherweg von rund einem Kilometer Länge durch die Hallen.

Der Besuch ist eine halbwilde Höhlentour. Die Saison geht vom 1. Mai bis zum 30. September, täglich von 9 bis 16 Uhr. Du buchst mindestens einen Tag im Voraus. Eine Gruppe hat höchstens 12 Teilnehmer, pro Tag finden höchstens drei organisierte Besuche statt, Nachtbesuche sind verboten. Mit Anfahrt vom Plateau, Besichtigung und Rückweg dauert die Tour etwa drei Stunden. Die Ausrüstung bekommst du auf dem Plateau bei der Lazareva pećina: Du brauchst feste Schuhe mit rutschfester Sohle, warme Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen, Helm und Stirnlampe. Vor dem Eingang gibt es eine kurze Sicherheitseinweisung. In der Höhle ist nur Wasser erlaubt; Rauchen, Pyrotechnik und das Stören der Fledermäuse sind verboten.

Der Eingang ist mit einem Gittertor verschlossen, und die Eingangshalle ist durch eine Steinmauer vom Rest der Höhle getrennt, um den Luftzug zu begrenzen. Die Höhle ist an beiden Enden offen, ihr Klima hängt deshalb stark vom Wetter draußen ab. Der frühere Ausgang, das Tor der Bor-Bergleute in der Sipar-Halle, ist heute durch einen großen Einsturz blockiert.

Welche Hallen gibt es in der Vernjikica?

Die Vernjikica ist eine trockene Kalksteinhöhle in vergleichsweise großer Höhe, ihr Kanal fällt stufenartig ab und wechselt zwischen weiten Hallen und engen Durchgängen. Die Eingangshalle ist 46 Meter lang, 8 bis 14 Meter breit und 6,5 bis 7,7 Meter hoch. Danach folgt die Kaskadenhalle mit 55 Metern Länge, 20 bis 30 Metern Breite und 18 bis 36 Metern Höhe. Ihr Hauptmerkmal ist der Sinterkörper Kalimero, 8,3 Meter hoch, rot und geschichtet, umgeben von weißem Kalzit. Durch das 23 Meter breite und 10 Meter hohe Vilin-Tor steigt der Weg ab nach Vilingrad, der Feenstadt: 78 Meter lang und im Schnitt 17 Meter hoch, mit Formen, die Namen wie Höhlenmensch, Baba, Familie, Zwillinge, Noah, Hund, Riesenpilz, Flasche, Bienenkorb, Altar, Marmorobelisk und Löwe tragen.

Der Hohe Kanal ist 176 Meter lang und 8 bis 15 Meter breit; auf dem Boden liegen Flussablagerungen, Blöcke und Fledermausguano. Die größte Halle ist das Kolosej: kreisrund, mit 55 bis 60 Metern Durchmesser und einer Kuppel von mehr als 50 Metern Höhe; die Höhe wird mit 58,7 Metern angegeben, eine der höchsten Höhlenhallen des westlichen Balkans. Ihr Wahrzeichen ist der Stalagmit Kolos mit 11,5 Metern. Daneben stehen Godzilla (10 Meter), Vecins Hut (9,2 Meter), Minarett, Schiefer Roter Turm und Babylonischer Turm. Auf dem Boden wachsen Kaktus (6 Meter), Ćuran (2,1 Meter), Affe mit Schwanz (0,7 Meter), Thuja (3,6 Meter) und Nilpferd (3,5 Meter), an den Wänden hängen rötliche Sintervorhänge.

Es folgen die Marmorhalle Mermerje mit 59 Metern Länge und 30 Metern Breite, in der die Rote Pagode und der Phantomkopf stehen, und die Gotische Kathedrale, 36 Meter lang und bis 11 Meter hoch, deren dichte Stalaktiten bis zu 7 Meter hohe Stalagmiten fast berühren. Die Waffenhalle ist elliptisch, 31,5 Meter lang und 12 bis 13 Meter hoch; ihre Stalaktiten haben die Form von Pfeilen, Dolchen, Speeren und Schwertern, 1 bis 3 Meter lang. Am Ende des Systems liegt die Mermerna dvorana mit 92,5 Metern Länge und den besten Sinterformen: Säulen und Stalagmiten von 2 bis 6 Metern, hier in weißem kristallinem Gestein statt rostfarbenem Kalzit, darunter die Höhlenvenus und die Silbertanne. Die letzte Halle ist die Sipar-Halle mit 49 Metern Länge; durch einen senkrechten Schacht von 10 mal 5 Metern an der Oberfläche fiel Kalkschutt und bildete zwei Schutthalden.

Warum ist die Vernjikica ein Fledermausquartier von Rang?

Die Vernjikica gehört zu den wichtigsten Winterquartieren für Fledermäuse in Serbien. Im Winter hängen hier mehr als 45.000 Tiere. Vorherrschend sind Langflügelfledermäuse, deren Kolonien zwischen der Waffenhalle und der Sipar-Halle sowie in der Nähe des Kalimero in der Kaskadenhalle sitzen. Die Langfußfledermaus bildet Kolonien zwischen Waffenhalle und Sipar-Halle, die Zwergfledermaus lebt in der Sipar-Halle, und die Große Hufeisennase ist ebenfalls vertreten.

Für Besucher ist die Höhle zwischen dem 1. Mai und dem 30. September geöffnet. Zu den Regeln gehören das Verbot von Lärm, das Verbot, Fledermäuse zu stören, und die Pflicht, ausschließlich auf den Betonwegen zu bleiben und in Hörweite des Führers. Am Ausgang sammelt sich die Gruppe, und alle gehen gemeinsam zum Plateau zurück.

Welche Spuren der Menschen gibt es in den Höhlen?

Die Lazareva pećina ist ein archäologischer Fundort von Rang. Drei Kulturhorizonte sind belegt. Die älteste Siedlung stammt aus der frühen Kupferzeit (Kultur Salcuța-Gumelnița); Kupferverarbeitung war eine Haupttätigkeit, und Ahlen, Nadeln, Meißel und Spangen zählen zu den ältesten Kupferfunden in Serbien. In der frühen Bronzezeit vor etwa 4.500 Jahren diente die Höhle als Jagdstation, im 6. Jahrhundert vor Christus war sie ein wichtiges Metallurgiezentrum, aus dem Bronze- und Eisengegenstände in Nachbarregionen gingen.

Zu den ersten Forschern gehört Felix Kanitz, der die Höhle als Erster beschrieb; später arbeiteten hier Jovan Žujović, Felix Hofmann, Jovan Cvijić, Siniša Stanković und Nikola Tasić. Das Museum für Bergbau und Metallurgie in Bor untersuchte die Fundstelle systematisch. Im Museumsbestand liegen Opferaltäre aus Rudna glava und der Zlotska pećina sowie Funde aus der Lazareva pećina. Die Vernjikica trägt ihren Namen von dem Vlachenwort var für Kalkstein, varnji bedeutet Kalkgrube. Die erste Aufnahme zeichnete man 1959, einen vollständigen Plan mit Längsprofil 1976. Im 19. Jahrhundert versteckten sich dort Hajduken, weil die Höhle so schwer zu erreichen war.

Weitere Höhlen der Gruppe sind nur für Höhlenforscher offen: Hajdučica mit 723 Metern Länge und vielfältigen Sinterformen, Mandina pećina mit Stalaktiten und Stalagmiten, die Wasserhöhle Vodena pećina mit 180 Metern als kürzeste der Gruppe und der Karstschacht Stojkova ledenica nahe der Wasserhöhle.

Kannst du die Schlucht durchwandern?

Eine durchgehend gepflegte Wanderroute gibt es nicht. Die Wanderung beginnt in der Nähe der Lazareva pećina; du kletterst über umgestürzte Bäume und Felsen. Die Schlucht ist nur im Sommer vollständig begehbar, wenn kein Wasser durch sie fließt. Bis zur Gabelung, an der sich die Schlucht teilt, brauchst du 6 bis 7 Stunden; die Gabelung führt auf der einen Seite zum Gipfel Malinik, auf der anderen zum Fluss Demižlok. Die ganze Durchquerung dauert 8 bis 9 Stunden. Aussichtspunkt ist der Malinik mit dem Kovej auf einer Felskante. Die Schlucht ist eine der am schwersten begehbaren Schluchten Serbiens.

Vergiss dabei nicht den Schutzstatus: Der Zutritt ist nur mit Genehmigung des Verwalters oder in Begleitung der Wache erlaubt. Wer eine Durchquerung plant, fragt vorab bei der Tourismusorganisation Bor und bei der Forstverwaltung Bor nach. Eine ruhigere Alternative ist die Wanderung auf dem Betonweg von der Lazareva pećina zur Vernjikica; sie führt an der Felswand mit Aussicht über das Plateau entlang, vorbei an Sova glava, Felsentor und Tunnel.

Was kannst du in der Umgebung verbinden?

Von Zlot aus bieten sich drei Ziele an: die Stadt Bor mit dem Museum für Bergbau und Metallurgie, der See Borsko jezero mit Skigebiet Crni Vrh in der Nähe und das Heilbad Brestovačka Banja, nur 14 Kilometer von der Höhle entfernt. Dazu passen die Resava-Höhle und die römische Anlage Felix Romuliana bei Zaječar. Das Plateau Dubašnica auf der linken Talseite ist eine Karsthochfläche von 82 Quadratkilometern mit Hirsch, Mufflon und Gämse.

Ein Tag reicht für Lazareva pećina und Vernjikica, wenn du früh am Plateau bist. Mit der Besichtigung der Vernjikica (etwa drei Stunden inklusive Rückweg) und der Lazareva pećina bleibt am Nachmittag Zeit für das Museum in Bor oder ein Bad im Borsko jezero. Für die Schluchtdurchquerung planst du einen eigenen Tag ein. Weitere Naturziele Ostserbiens findest du in der Übersicht Natur in Serbien, Ideen für Mehrtagesrouten unter Rundreisen in Serbien.

Wie lang und tief ist die Lazarev-Schlucht?

Sie ist rund 9 Kilometer lang, bis zu 500 Meter tief und an der engsten Stelle 3 bis 4 Meter breit. Damit ist sie die längste und tiefste Schlucht Ostserbiens.

Wann kannst du die Zlot-Höhlen besichtigen?

Die Saison läuft vom 1. Mai bis zum 30. September, täglich von 9 bis 16 Uhr. Die Vernjikica musst du mindestens einen Tag vorher buchen, Gruppen der Lazareva pećina melden sich 48 Stunden vorher an.

Wie groß ist die Halle Kolosej in der Vernjikica?

Sie ist kreisrund, hat 55 bis 60 Meter Durchmesser und eine Kuppel von 58,7 Metern Höhe. Der Stalagmit Kolos in der Mitte misst 11,5 Meter.

Wie viele Fledermäuse leben in der Vernjikica?

Im Winter hängen mehr als 45.000 Tiere in der Höhle. Sie ist eines der wichtigsten Winterquartiere in Serbien.

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Verbinde die Lazarev-Schlucht mit Bor, dem Borsko jezero und Felix Romuliana zu einer Route durch den Osten des Landes.

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