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Kloster Gornjak

Kloster Gornjak

Das Kloster Gornjak liegt in der Schlucht der Mlava zwischen Petrovac na Mlavi und Žagubica. Es wurde im späten 14. Jahrhundert als Stiftung von Fürst Lazar gebaut, im Morava-Stil, mit einer Kapelle in der Höhle darüber. Nur wenige hundert Meter entfernt steht die Felsruine Blagoveštenje, ein Kulturdenkmal von großer Bedeutung.

Die Mlava hat zwischen Petrovac und Žagubica einen engen Durchbruch in den Kalkstein geschnitten, der im Volksmund Ždrelo, die Kehle, heißt. In dieser Schlucht stehen zwei Klöster so nah beieinander, dass man den Weg zwischen ihnen zu Fuß geht: das lebendige Gornjak und die Felsruine Blagoveštenje, die in eine Höhle hineingebaut wurde.

Diese Seite führt dich durch die Schlucht, die Gründung des Klosters Gornjak, Kirche und Höhlenkapelle, die Geschichte seit dem Mittelalter, die Ruine Blagoveštenje mit ihrer Einsiedelei und die Frage, wie du den Besuch in eine Rundreise durch Ostserbien einbaust.

LageSchlucht der Mlava zwischen Petrovac na Mlavi und Žagubica, Region Braničevo
GründungEnde des 14. Jahrhunderts, Stiftung von Fürst Lazar
StilMorava-Schule, nördlichstes Kloster dieses Stils
BesonderheitKapelle in der Höhle über der Kirche
Seit 1968Frauenkloster
Blagoveštenjerund 1,6 km entfernt, Ruine, Kulturdenkmal von großer Bedeutung (SK 542)
BlagoveštenjeKirche von 12,5 mal 5,5 m, Einsiedelei in der Höhle mit sechs Fensteröffnungen
AusgrabungBlagoveštenje 1979 bis 1981

Wo liegt das Kloster Gornjak?

Das Kloster liegt in der Gornjak-Schlucht, im Tal der Mlava zwischen Petrovac na Mlavi und Žagubica, in der Region Braničevo im Osten Serbiens. Es steht auf einer kleinen Terrasse über dem Fluss, vor einer senkrechten Felswand im Norden. Das Kloster trug früher auch den Namen Ždrelo.

Die Straße zwischen Petrovac und Žagubica führt direkt an der Schlucht vorbei. Wie du nach Serbien und in den Osten des Landes kommst, steht auf der Seite Anreise nach Serbien. Gute Standorte für die Übernachtung sind Požarevac oder die Orte am Rand der Homolje.

Was macht die Schlucht der Mlava besonders?

Die Schlucht ist ein altes Siedlungsgebiet. Auf den Felsen standen Befestigungen, und eine Mauer sperrte die Straße zwischen zwei Hügeln. Später lebten Einsiedler in Zellen in den Höhlen. An mehreren Stellen siehst du die Reste mittelalterlicher Kirchen, die bekannteste Stelle heißt Mitropolija.

Das erklärt den Namen Gornjak: Er bezieht sich auf die vielen Befestigungen auf den Felsen der Schlucht. Der Kalkstein ist von Höhlen durchlöchert, und beide Klöster der Schlucht nutzen eine Höhle als Teil ihrer Anlage. Der Fluss hat die Gebäude bei Hochwasser mehrfach beschädigt.

Steile Kalksteinwand über einem Fluss mit Höhlenöffnung und Wald

Wer gründete das Kloster Gornjak, und wann?

Das Kloster entstand am Ende des 14. Jahrhunderts als Stiftung von Fürst Lazar. Den Bau begleitete der Mönch und Einsiedler Grigorije, der von der Halbinsel Sinai nach Serbien gekommen war. Er ist Mitgründer des Klosters, seine Reliquien liegen in der Höhlenkapelle.

Fürst Lazar fiel 1389 auf dem Amselfeld; was die Zeit davor und danach ausmacht, erzählt die Seite Mittelalterliches Serbien. Es ist das nördlichste der Klöster im Morava-Stil. Mehr zu dieser Bauschule findest du bei Manasija und Ravanica.

Wie sind Kirche und Höhlenkapelle gebaut?

Von der ursprünglichen Anlage sind die Hauptkirche und die Höhlenkapelle geblieben, sie bilden den Kern des Klosters. Glockenturm und Vorhalle kamen später hinzu. Die Hauptkirche folgt der Bauweise der Morava-Schule, die du im Abschnitt weiter unten kennenlernst.

Über der Kirche öffnet sich eine große Höhle, in der die kleine Kapelle des heiligen Nikolaus steht. Eine lange Steintreppe führt hinauf. Die Kapelle hat Wände und ein Dach, die sie vor dem tropfenden Wasser der Höhle schützen. Hier liegen die Reliquien des Mitgründers Grigorije, die Gläubige verehren. Wer die Höhle betritt, geht über feuchten Stein, trage deshalb rutschfeste Schuhe.

Kleine Steinkapelle im Eingang einer Höhle mit Steintreppe

Welche Geschichte hat Gornjak seit dem Mittelalter?

Unter der osmanischen Herrschaft verlor das Kloster an Einfluss. Im 18. Jahrhundert lag es in Trümmern; nach dem Wiederaufbau brannte es 1788 erneut nieder. Der Zugang war schwierig, bis in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der schmale Pfad am Fluss ausgebaut wurde. Näheres zu dieser Epoche steht unter Osmanische Zeit.

Seit 1968 leben hier Nonnen, das Kloster ist ein Frauenkloster. Einen Überblick über Kirche und Glauben im Land geben die Seiten Klöster in Serbien und Religion in Serbien.

Was ist Blagoveštenje, und wo liegt es?

Rund 1,6 Kilometer vom Kloster Gornjak entfernt liegt am Eingang der Schlucht die Ruine des Klosters Blagoveštenje. Es steht auf der rechten Seite der Mlava, hoch über dem Fluss, rund 15 Kilometer von Petrovac na Mlavi. Weithin erkennbar ist eine zugemauerte Höhle mit mehreren Fenster- und Türöffnungen.

Die Anlage nimmt wenig Fläche ein und gliedert sich durch Stützmauern in drei Ebenen, die zur Straße hin wie Kaskaden abfallen. Bei Hochwasser war das Kloster von der Außenwelt abgeschnitten. Es steht als Kulturdenkmal von großer Bedeutung unter Schutz und ist unter der Nummer SK 542 eingetragen.

Wie war das Kloster Blagoveštenje aufgebaut?

Das Kloster entstand in der zweiten Hälfte des 14. und am Anfang des 15. Jahrhunderts. Es steht mit Despot Stefan Lazarević, dem Sohn von Fürst Lazar, in Verbindung und war eines der bedeutenden Klöster im Gebiet der Festung Ždrelo. Zeitweise diente es als Treffpunkt gelehrter Mönche, die heilige Bücher von Hand abschrieben.

Die Kirche war ein Dreikonchenbau der Morava-Schule, etwa 12,5 Meter lang und 5,5 Meter breit. In der Mitte der Altarapsis fanden Archäologen einen zweiteiligen Altartisch aus Stein. Der Innenraum war bemalt, der Boden mit Ziegeln gepflastert. Von der Kirche blieb nur wenig: Die Südhälfte ist abgetragen, die Nordwand steht noch bis zu vier Meter hoch.

Zum Kloster gehörten ein Refektorium, eine Bäckerei und ein Töpferofen, also alles, was eine Bruderschaft zum Leben brauchte. Eine Mauer umschloss den Komplex und ist teilweise erhalten. Die Forschungen fanden von 1979 bis 1981 statt, begleitet von Sicherungsarbeiten.

Welche Einsiedelei gehört zur Ruine?

In der Höhle östlich der Kirche liegt eine Einsiedelei auf drei Ebenen. Ihr Eingang befindet sich drei bis vier Meter über dem Boden, in der Wand sitzen sechs Fensteröffnungen. Eine Zelle im Fels oberhalb des Klosters nutzte der heilige Grigorije, so die örtliche Tradition,, während er den Bau von Gornjak leitete. Das ist eine örtliche Tradition und keine belegte Tatsache.

Die Schreibstube des Klosters bestand rund drei Jahrhunderte. Im Jahr 1428 schrieb hier der Mönch Radoslav liturgische Bücher von Hand ab. Die letzte geschichtliche Erwähnung datiert von 1628. Am Ende des 17. Jahrhunderts zerstörten die türkischen Truppen die Anlage.

Was kennzeichnet die Morava-Schule?

Die Morava-Schule ist der Baustil der serbischen Klöster zwischen dem Ende des 14. und der Mitte des 15. Jahrhunderts. Typisch ist ein Grundriss in Form eines Dreipasses mit einer Kuppel über der Mitte, dazu gegliederte Fassaden aus Stein und Ziegeln. Gornjak ist das nördlichste Kloster in dieser Reihe.

Zu den bekanntesten Beispielen zählen Ravanica, Manasija, Kalenić und Ljubostinja. Wer die Klöster vergleicht, sieht, wie Gornjak mit der Höhle ein eigenes Element ergänzt, das die anderen Anlagen nicht haben.

Worauf achtest du im Kloster?

Klöster sind Orte des Gebets. Bedecke Schultern und Knie, nimm Hut oder Mütze beim Betreten der Kirche ab und halte die Stimme niedrig. Frage, bevor du im Inneren fotografierst. In der Höhlenkapelle ist es eng und feucht, nimm dir Zeit auf der Treppe und halte dich am Geländer.

Wenn Nonnen zu einer Andacht rufen, kannst du dazustehen und zuzuhören. Spenden für die Kerzen und den Erhalt sind üblich. Weitere Hinweise zu Sitten und Glauben findest du unter Serbische Traditionen.

Wie besuchst du die Klöster der Mlava-Schlucht?

Plane für beide Stationen zwei bis drei Stunden ein. Gornjak ist ein bewohntes Kloster: Trage Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt, sprich leise und frage, bevor du fotografierst. Die Ruine Blagoveštenje liegt unmittelbar an der Straße, der Aufstieg zu den Ebenen verläuft über Stein und Gras.

Der Abstand zwischen den beiden Klöstern beträgt rund 1,6 Kilometer, du kannst ihn zu Fuß gehen oder mit dem Auto fahren. Besuche die Schlucht bei trockenem Wetter: Früher schnitt hohes Wasser der Mlava das Kloster Blagoveštenje von der Außenwelt ab, und auch heute sind Felsen und Stufen nach Regen glatt. Im Frühjahr und Herbst ist das Licht in der Schlucht am schönsten, im Sommer spenden die Felswände Schatten.

Verbinde den Besuch mit der Höhle Resava, dem Kloster Manasija oder einem Tag in Požarevac. Eine Route durch den Osten des Landes steht auf der Seite Rundreisen in Serbien.

Wo liegt das Kloster Gornjak?

Das Kloster liegt in der Gornjak-Schlucht im Tal der Mlava zwischen Petrovac na Mlavi und Žagubica in Ostserbien.

Wer gründete das Kloster Gornjak?

Das Kloster ist eine Stiftung von Fürst Lazar aus dem späten 14. Jahrhundert. Beim Bau half der Mönch Grigorije von der Sinai-Halbinsel.

Was ist Blagoveštenje?

Blagoveštenje ist die Ruine eines mittelalterlichen Klosters rund 1,6 Kilometer von Gornjak entfernt, in einen Fels gebaut, mit Kirche, Nebengebäuden und einer Einsiedelei in der Höhle.

Wie lange dauert der Besuch?

Für beide Stationen reichen zwei bis drei Stunden. Gornjak ist ein bewohntes Frauenkloster, achte auf angemessene Kleidung.

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